WEB Labor

Das Labor am Stahlberg ist für die Koordination der Probennahme und für die Untersuchung der Proben zuständig.

Die Mitarbeiterinnen bearbeiten regelmäßig Proben aus allen relevanten Prozessschritten der Abwasserreinigung, der anaeroben Klärschlammbehandlung und der Biogasanlage. Die Proben werden auf relevante Inhaltsstoffe und Belastungsindikatorenuntersucht und analysiert. Die Ergebnisse werden dokumentiert und bei Erfordernis sofort an die Betriebsleitung weitetergegeben.

Die Probennahmen und Analysen dienen neben der Eigenkontrolle auch der Überwachung der Einleitung von gereinigten Abwasser in Gewässer und zur Kontrolle von prozesstechnischen Schritten in den gesamten Betriebsteilen.

Neben den chemisch-physikalischen Untersuchungen wird der Belebtschlamm aus der biologischen Reinigungsstufe mikroskopisch untersucht. Der Einblick in diesen Mikrokosmos erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand, die Zusammensetzung und die Leistungsfähigkeit des für die biologische Abwasserreinigung so wichtigen belebten Schlammes.

Das Glockentierchen

Die Glockentierchen (Vorticellidae) sind eine Familie einzelliger Organismen innerhalb der Wimpertierchen (Ciliophora). Der glockenförmige Zellkörper wird mit dem langen Stiel an einem geeigneten Untergrund befestigt. Sie kommen einzeln oder in Kolonien vor. Ausgestreckt sind sie bis über 0,1 Millimeter lang. Ihren Stiel können sie zu einer Spirale zusammenziehen.
Glockentierchen leben im Süßwasser. Auch wenn dieses verschmutzt ist, trifft man sie dort zahlreich an. Meistens sitzen sie einer Wasserpflanze auf, doch können sie auch die Körper von kleinen und größeren Wassertieren besiedeln. Glockentierchen ernähren sich hauptsächlich von Bakterien, die sie mit Hilfe eines Wimpernkranzes herbeistrudeln und aufnehmen. Mitunter lösen sie sich vom Untergrund und schwimmen mit rhythmisch schlagenden Zilien (Wimpern) frei umher, um sich bald wieder an einer geeigneten Stelle festzusetzen.

Je mehr Arten und Individuen von Glockentierchen vorhanden sind, umso besser ist z.B. die Sauerstoffversorgung.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Glockentierchen

Das Geißeltierchen (Flagellaten)

Flagellaten (lateinisch flagellum ‚Peitsche, Geißel‘) sind eine Gruppe einzelliger, eukaryotischer Lebewesen, die peitschenähnliche Zellfortsätze besitzen.
Flagellaten verfügen über eine einzige bis zu Tausenden namensgebender Flagellen (Geißeln), deren Primärfunktion in der Fortbewegung besteht, daneben können sie zum Herbeistrudeln von Nahrungspartikeln und Verankern am Substrat dienen. Das Flagellum ist eine nicht aktiv verformbare fadenförmige Proteinstruktur, deren Ursprungsstelle sich auf der Zellmembran befindet und aktiv rotieren kann. Sie determiniert das Vorderende. Durch Rotation kann der Proteinfaden peitschenartig bewegt werden, wodurch Antriebsschub oder Zug auf das wässrige Medium ausgeübt wird.
Die Zellen besitzen oft zwei kontraktile Vakuolen (pulsierende Bläschen) die sich rhythmisch vergrößern, dabei Flüssigkeit aus dem Cytoplasma aufnehmen und diese dann nach außen entleeren. Diese Tätigkeit dient der Exkretion (Diurese, Osmoregulation, Ausscheidung von Kataboliten). Zweiteilungen erfolgen längs. In Hinsicht auf Ernährung, Morphologie und Ökologie hingegen sind sie außerordentlich vielgestaltig.

Wenn die Anzahl von Geißeltierchen hoch ist, kann dies z.B. ein Hinweis auf eine Stoßbelastung oder eine Hemmung durch Giftstoffe sein.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellaten