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Rückstausicherung

Informationen zur Rückstausicherung

Öffentliche Kanäle können aus wirtschaftlichen Gründen nicht für jedes außergewöhnliche Ereignis dimensioniert werden. Bei einem schweren niederschlagsreichen Gewitter kann die anfallende Abwassermenge die Regen- und Mischwasserkanäle überlasten. Im schlimmsten Fall staut sich das Abwasser so stark, dass es aus den Abwasserschächten auf die Straße läuft oder auch in Kellerräume dringt. Wie Sie sich gegen diesen sogenannten „Rückstau“ schützen können, erfahren Sie in unserem Informationsblatt.

Rueckstau_Keller

Abbildung 1: Überflutung des Kellers bei Rückstau durch eine fehlende Rückstausicherung im Bodenablauf des Kellers.
Was ist Rückstau?
Das Kanalnetz wird nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik dimensioniert und betrieben. Öffentliche Kanäle können aus wirtschaftlichen Gründen nicht für jedes außergewöhnliche Ereignis dimensioniert werden. Bei einemschweren niederschlagsreichen Gewitterkann die anfallende Abwassermenge die Regen- und Mischwasserkanäle überlasten. Das Abwasser steigt in den Kanälen und Schächten an und es kommt zum Rückstau. Im schlimmsten Fall staut sich das Abwasser so stark, dass es aus den Abwasserschächten auf die Straße läuft und über die Oberfläche abfließt. Die Fahrbahnoberfläche vor Ihrem Grundstück wird aus diesem Grund auch als Rückstauebene bezeichnet. Rückstau kann u. a. auch durch Betriebsstörungen (z. B. Abflussprobleme), Fremdwasser im Kanalnetz und Sanierungs- oder Reparaturarbeiten am Kanal hervorgerufen werden.

Weil sich der Wasserstand in einem miteinander verbundenen Rohrsystem nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren gleichmäßig einstellt, sind auch die privaten Abwasseranlagen von einem Rückstau betroffen. Betroffen hiervon sind alle Ablaufstellen, die unterhalb der Rückstauebene liegen. Dies können zum Beispiel sein:

– Ablaufstellen in tiefer gelegenen Räumen, z. B. Keller,

– tiefer gelegene Regeneinläufe (z.B. Tiefgaragenzufahrten oder Hofflächen),

– Dränagen usw.

Sind die Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene nicht gegen Rückstau gesichert, so können im Falle eines Rückstaus die betreffenden Räume und Flächen mit Abwasser überflutet werden (siehe Abbildung 1).

Bei einem Rückstau handelt es sich um einen Betriebszustand des öffentlichen Kanalnetzes, der nicht ausgeschlossen werden kann und gegen den sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen hat.
Wie kann ich mich gegen Rückstau schützen?
Unter der Rückstauebene liegende Räume, Schächte, Schmutz- und Regenwasserabläufe usw. müssen nach den technischen Bestimmungen für den Bau von Grundstücksentwässerungsanlagen gemäß DIN EN 12056 und DIN 1986-100 gegen Rückstau abgesichert sein.

Schmutzwasser
Schmutzwasserablaufstellen unterhalb der Rückstauebene dürfen grundsätzlich nur über eine automatisch arbeitende Hebeanlage mit Förderung über die Rückstauebene angeschlossen werden.

Abbildung 2: Rückstausicherung eines Hauses über Hebeanlage
Abweichend davon kann eine Ableitung von Schmutzwasser unter Verwendung eines Rückstauverschlusses erfolgen, wenn:

– ein natürliches Gefälle vorhanden ist,

– die Räume, von denen Schmutzwasser abgeleitet wird, in Bereichen untergeordneter Nutzung liegen,

– bei fäkalienhaltigem Abwasser aus Klosett- und Urinalanlagen der Benutzerkreis der Anlagen klein ist (wie z. B. bei Einfamilienhäusern, auch mit Einliegerwohnung) und dem Benutzerkreis ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung steht,

– im Falle eines Rückstaus auf die Benutzung der Ablaufstellen verzichtet werden kann.

Rückstauverschlüsse sind ständig geschlossen zu halten, dürfen nur bei Bedarf geöffnet werden und müssen leicht zugänglich sein.

Regenwasser
Ablaufstellen für Regenwasser von Flächen unterhalb der Rückstauebene dürfen an die öffentliche Kanalisation grundsätzlich nur über eine automatische Hebeanlage, die außerhalb des Gebäudes angeordnet werden muss, mit Förderung über die Rückstauebene angeschlossen werden.
Regenwasser kleiner Flächen (etwa 5 m²) von Kellerniedergängen und dergleichen kann versickert werden, wenn die Bodenverhältnisse dafür geeignet sind. Falls dies nicht möglich ist, dürfen solche Flächen bei Vorhandensein eines natürlichen Gefälles über Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1 entwässert werden, wenn geeignete Maßnahmen, z. B. Schwellen bei Kellereingängen, ein Überfluten der tief liegenden Räume durch Regenwasser verhindern, solange der Rückstauverschluss geschlossen ist.

Abbildung 3: Überflutung des Gebäudes durch einen zentral geschlossenen Rückstauverschluss.
Achtung!

Rückstauverschlüsse dürfen niemals als zentrale Absicherung eines Gebäudes mit oberhalb der Rückstauebene installierten Entwässerungsgegenständen eingesetzt werden, weil es im Rückstaufall zur Überflutung im Gebäude durch nicht abfließendes Abwasser kommen kann.
Einbau und Wartung von Rückstausicherungen
Bei der Planung der Rückstausicherung ist zu beachten, dass die Zugänglichkeit für Einbau, Wartung und Kontrolle auch während des Betriebes gewährleistet sein muss. Die Auswahl, Montage und Inbetriebnahme sollte aufgrund der zu beachtenden technischen und gesetzlichen Vorgaben und der verschiedenen auf dem Markt vorhandenen Systeme durch einen Fachmann erfolgen.
Nach der Installation der Rückstausicherungen müssen diese in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um eine ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Neben den Vorschriften der DIN 1986-3 sind auch die Wartungsvorschriften der einzelnen Hersteller zu beachten.
Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1
InspektionPrüfen der Funktion des Betriebsverschlusses, Betätigen des Notverschlusses durch Öffnen und Schließen1x/Monat
WartungWartung der Rückstauverschlüsse durch einen Fachmann2x/Jahr
Abwasserhebeanlagen bzw. Tauchpumpen:
InspektionPrüfung auf Betriebsfähigkeit durch Beobachtung von mindestens zwei Schaltzyklen; Kontrolle auf Dichtheit und äußere Korrosion1x/Monat
WartungWartung der Anlage durch einen Fachmann
Gewerbe4x/Jahr
Mehrfamilienhaus2x/Jahr
Einfamilienhaus1x/Jahr

Der Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem Fachbetrieb ist empfehlenswert.
Nur ein fachgerechter Einbau sowie eine regelmäßige Wartung der Rückstausicherung sorgen für eine dauerhafte Sicherheit gegen Rückstau.
Schutz vor abfließendem Oberflächenwasser
Bei starkem Regen läuft Oberflächenwasser, das von den Straßeneinläufen nicht mehr aufgenommen werden kann, den Geländegegebenheiten folgend zu natürlichen Tiefpunkten ab. Häuser, die mit dem Erdgeschoss auf Straßenniveau oder tiefer liegen, sind hier besonders gefährdet. Durch eine zusätzliche Stufe an der Kelleraußentreppe oder durch Erhöhung der Lichtschächte kann mit einfachen Mitteln verhindert werden, dass Oberflächenwasser in die Kellerräume läuft. Auch gartengestalterische Maßnahmen, wie z. B. durch Geländemodellierung, können dafür sorgen, dass das Oberflächenwasser vom Haus weggeleitet wird.

Abbildung 1: Überflutung des Kellers bei Rückstau durch eine fehlende Rückstausicherung im Bodenablauf des Kellers.
Was ist Rückstau?
Das Kanalnetz wird nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik dimensioniert und betrieben. Öffentliche Kanäle können aus wirtschaftlichen Gründen nicht für jedes außergewöhnliche Ereignis dimensioniert werden. Bei einemschweren niederschlagsreichen Gewitterkann die anfallende Abwassermenge die Regen- und Mischwasserkanäle überlasten. Das Abwasser steigt in den Kanälen und Schächten an und es kommt zum Rückstau. Im schlimmsten Fall staut sich das Abwasser so stark, dass es aus den Abwasserschächten auf die Straße läuft und über die Oberfläche abfließt. Die Fahrbahnoberfläche vor Ihrem Grundstück wird aus diesem Grund auch als Rückstauebene bezeichnet. Rückstau kann u. a. auch durch Betriebsstörungen (z. B. Abflussprobleme), Fremdwasser im Kanalnetz und Sanierungs- oder Reparaturarbeiten am Kanal hervorgerufen werden.

Weil sich der Wasserstand in einem miteinander verbundenen Rohrsystem nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren gleichmäßig einstellt, sind auch die privaten Abwasseranlagen von einem Rückstau betroffen. Betroffen hiervon sind alle Ablaufstellen, die unterhalb der Rückstauebene liegen. Dies können zum Beispiel sein:

– Ablaufstellen in tiefer gelegenen Räumen, z. B. Keller,

– tiefer gelegene Regeneinläufe (z.B. Tiefgaragenzufahrten oder Hofflächen),

– Dränagen usw.

Sind die Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene nicht gegen Rückstau gesichert, so können im Falle eines Rückstaus die betreffenden Räume und Flächen mit Abwasser überflutet werden (siehe Abbildung 1).

Bei einem Rückstau handelt es sich um einen Betriebszustand des öffentlichen Kanalnetzes, der nicht ausgeschlossen werden kann und gegen den sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen hat.
Wie kann ich mich gegen Rückstau schützen?
Unter der Rückstauebene liegende Räume, Schächte, Schmutz- und Regenwasserabläufe usw. müssen nach den technischen Bestimmungen für den Bau von Grundstücksentwässerungsanlagen gemäß DIN EN 12056 und DIN 1986-100 gegen Rückstau abgesichert sein.

Schmutzwasser
Schmutzwasserablaufstellen unterhalb der Rückstauebene dürfen grundsätzlich nur über eine automatisch arbeitende Hebeanlage mit Förderung über die Rückstauebene angeschlossen werden.

Abbildung 2: Rückstausicherung eines Hauses über Hebeanlage
Abweichend davon kann eine Ableitung von Schmutzwasser unter Verwendung eines Rückstauverschlusses erfolgen, wenn:

– ein natürliches Gefälle vorhanden ist,

– die Räume, von denen Schmutzwasser abgeleitet wird, in Bereichen untergeordneter Nutzung liegen,

– bei fäkalienhaltigem Abwasser aus Klosett- und Urinalanlagen der Benutzerkreis der Anlagen klein ist (wie z. B. bei Einfamilienhäusern, auch mit Einliegerwohnung) und dem Benutzerkreis ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung steht,

– im Falle eines Rückstaus auf die Benutzung der Ablaufstellen verzichtet werden kann.

Rückstauverschlüsse sind ständig geschlossen zu halten, dürfen nur bei Bedarf geöffnet werden und müssen leicht zugänglich sein.

Regenwasser
Ablaufstellen für Regenwasser von Flächen unterhalb der Rückstauebene dürfen an die öffentliche Kanalisation grundsätzlich nur über eine automatische Hebeanlage, die außerhalb des Gebäudes angeordnet werden muss, mit Förderung über die Rückstauebene angeschlossen werden.
Regenwasser kleiner Flächen (etwa 5 m²) von Kellerniedergängen und dergleichen kann versickert werden, wenn die Bodenverhältnisse dafür geeignet sind. Falls dies nicht möglich ist, dürfen solche Flächen bei Vorhandensein eines natürlichen Gefälles über Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1 entwässert werden, wenn geeignete Maßnahmen, z. B. Schwellen bei Kellereingängen, ein Überfluten der tief liegenden Räume durch Regenwasser verhindern, solange der Rückstauverschluss geschlossen ist.

Abbildung 3: Überflutung des Gebäudes durch einen zentral geschlossenen Rückstauverschluss.
Achtung!

Rückstauverschlüsse dürfen niemals als zentrale Absicherung eines Gebäudes mit oberhalb der Rückstauebene installierten Entwässerungsgegenständen eingesetzt werden, weil es im Rückstaufall zur Überflutung im Gebäude durch nicht abfließendes Abwasser kommen kann.
Einbau und Wartung von Rückstausicherungen
Bei der Planung der Rückstausicherung ist zu beachten, dass die Zugänglichkeit für Einbau, Wartung und Kontrolle auch während des Betriebes gewährleistet sein muss. Die Auswahl, Montage und Inbetriebnahme sollte aufgrund der zu beachtenden technischen und gesetzlichen Vorgaben und der verschiedenen auf dem Markt vorhandenen Systeme durch einen Fachmann erfolgen.
Nach der Installation der Rückstausicherungen müssen diese in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um eine ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Neben den Vorschriften der DIN 1986-3 sind auch die Wartungsvorschriften der einzelnen Hersteller zu beachten.
Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1
InspektionPrüfen der Funktion des Betriebsverschlusses, Betätigen des Notverschlusses durch Öffnen und Schließen1x/Monat
WartungWartung der Rückstauverschlüsse durch einen Fachmann2x/Jahr
Abwasserhebeanlagen bzw. Tauchpumpen:
InspektionPrüfung auf Betriebsfähigkeit durch Beobachtung von mindestens zwei Schaltzyklen; Kontrolle auf Dichtheit und äußere Korrosion1x/Monat
WartungWartung der Anlage durch einen Fachmann
Gewerbe4x/Jahr
Mehrfamilienhaus2x/Jahr
Einfamilienhaus1x/Jahr

Der Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem Fachbetrieb ist empfehlenswert.
Nur ein fachgerechter Einbau sowie eine regelmäßige Wartung der Rückstausicherung sorgen für eine dauerhafte Sicherheit gegen Rückstau.
Schutz vor abfließendem Oberflächenwasser
Bei starkem Regen läuft Oberflächenwasser, das von den Straßeneinläufen nicht mehr aufgenommen werden kann, den Geländegegebenheiten folgend zu natürlichen Tiefpunkten ab. Häuser, die mit dem Erdgeschoss auf Straßenniveau oder tiefer liegen, sind hier besonders gefährdet. Durch eine zusätzliche Stufe an der Kelleraußentreppe oder durch Erhöhung der Lichtschächte kann mit einfachen Mitteln verhindert werden, dass Oberflächenwasser in die Kellerräume läuft. Auch gartengestalterische Maßnahmen, wie z. B. durch Geländemodellierung, können dafür sorgen, dass das Oberflächenwasser vom Haus weggeleitet wird.